So funktioniert ein kaltes Nahwärmenetz
Das System besteht aus drei Komponenten – alle zusammen sorgen dafür, dass Sie zuverlässig und klimafreundlich heizen können.
Die Quelle: Erdsonden
Das System nutzt die konstante Temperatur des Erdreichs. Ein passives Netz aus langlebigen Rohren transportiert eine frostsichere Flüssigkeit (Sole) – ganz ohne Pumpen im Netz selbst.
Das Netz: Leitungen unter der Straße
Verteilerleitungen (typisch PE, z. B. 120–160 mm) verbinden die Sonden mit den Häusern; Hausanschlüsse sind kleiner dimensioniert. Rohrleitungen werden verschweißt. Verlegung im öffentlichen Straßenraum, Hausanschluss oft über den Vorgarten zur Hauswand.
Im Haus: Ihre Wärmepumpe
Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Sole Wärme für Heizung und Warmwasser. Netz- und Hauskreis sind getrennt (netzkompatibles Gerät mit zwei integrierten Pumpen). Herstellerwahl bleibt offen; Einbau und Hydraulik übernimmt Ihr Heizungsbauer ab der Übergabestelle.
Zusatznutzen: Kühlung im Sommer
Im Sommer kann das System auch zur Kühlung Ihres Hauses genutzt werden, indem Wärme zurück ins Erdreich geleitet wird – ganz ohne zusätzliche Klimaanlage.
Technik etwas genauer
Die Netzverantwortung endet an der Übergabestelle (z. B. Kugelhahn nach der Hauswand-Durchführung); dahinter liegt die Haustechnik beim Heizungsfachbetrieb.
Ob das Netz passiv (ohne zentrale Netzpumpe) oder aktiv geplant wird, entscheidet die Ausführungsplanung. Passiv ist wartungsarm; aktiv erlaubt mehr zentrale Steuerung und Zusatzquellen, ist aber technisch aufwändiger.
Dimensionierung und wasserrechtliche Genehmigungen stützen sich u. a. auf Probebohrungen, Tests und Simulationen der Wärmeströme. Sommerliche Regeneration (Kühlen oder Einspielen von Wärme) kann die Bilanz verbessern.
Warmwasser stellt höhere Vorlauftemperaturen als reine Raumheizung; das ist planerisch üblich und mit Pufferspeichern gut beherrschbar.
Was bringt Ihnen das?
Die Machbarkeitsstudie bestätigt: Unser Kiez ist geeignet. Hier die konkreten Vorteile für Sie und Ihr Zuhause.
Unabhängig von Gas und Öl
Kein Gastank, kein Öllager, keine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und deren Preisschwankungen. Sie heizen mit Energie aus dem Erdreich Ihrer Umgebung.
Planbare Kosten
Die laufenden Kosten sind langfristig stabil. 40 % der Gesamtinvestition werden durch Fördermittel gedeckt, der Investitionskostenanteil läuft nach ca. 20 Jahren aus.
Eine Lösung für Jahrzehnte
Das Netz ist auf 40+ Jahre ausgelegt. Die Erdsonden sind langlebig und wartungsarm. Sie investieren einmal und profitieren langfristig.
Gut für die Umwelt
Deutlich weniger CO₂ als klassische Heizsysteme. Mit 1 kWh Strom erzeugt die Wärmepumpe bis zu 4,5 kWh Wärme – hocheffizient und klimafreundlich.
Kühlung im Sommer inklusive
Im Sommer kann das System auch zur Kühlung genutzt werden, indem Wärme zurück ins Erdreich geleitet wird – ganz ohne zusätzliche Klimaanlage.
